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Anschrift

Theodor - Fliedner - Schule
Biegerstraße 15
65191 Wiesbaden

Tel: 0611-317210
Fax: 0611-314918
Email: theodor-fliedner-schule@wiesbaden.de

Berufsvorbereitung

Im Folgenden sind Pädagogische Leitsätze,die das Handeln von Lernenden und Lehrenden an der Theodor-Fliedner-Schule bestimmen, aufgelistet und anschließend durch unsere Schulprogrammschwerpunkte konkretisiert:

Präambel

Die in der Theodor-Fliedner-Schule Tätigen verstehen sich als eine GEMEINSCHAFT, zu der Schülerinnen und Schüler aller drei Schulformen, die Lehrkräfte, die beiden Sekretärinnen, der Hausmeister, die Eltern sowie alle an der Schule Beschäftigten zählen.

1. Unsere Schulgemeinde

1.1 Damit wir uns alle mit der Theodor-Fliedner-Schule identifizieren können, fördern wir ein gutes Schulklima. Jeder Einzelne übernimmt hierfür die Verantwortung.

Ein gutes Schulklima entsteht an der TFS dadurch, dass sich Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer sowie Sekretärinnen und Hausmeister in gegenseitigem Wohlwollen vertrauensvoll begegnen. Weil uns allen der freundliche, respektvolle, wertschätzende Umgang miteinander wichtig ist,

  • verpflichten wir uns zu absoluter Gewaltlosigkeit;
  • nehmen wir uns von Klasse 5-10 in jeder Schulform im Rahmen des Unterrichts

Zeit für soziales Lernen;

  • sind die Erwachsenen den Heranwachsenden ein Vorbild;
  • begegnen wir uns alle nach den Grundsätzen von Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Gerechtigkeit und Toleranz gegenüber anders Denkenden;
  • achten wir auf eigenes und fremdes Eigentum;
  • werden Gespräche konstruktiv und deeskalierend geführt;
  • legen alle Wert auf einen pünktlichen Unterrichtsbeginn und ein pünktliches Unterrichtsende;
  • achten wir auf die Einhaltung von Regeln und reagieren konsequent bei

Nichteinhaltung;

  • legen wir Wert auf zuverlässige, gewissenhafte und zeitnahe Umsetzung unserer Aufgaben.
  • tragen wir gemeinsam Sorge für das äußere Erscheinungsbild der Schule. Einzelne Klassen übernehmen unter Mitarbeit ihres Klassenlehrers/ihrer –lehrerin Patenschaften für Teilbereiche des Schulgeländes.

1.2 Teamarbeit ist ein grundlegendes Prinzip: Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern arbeiten kooperativ und zielorientiert zusammen.

  • Unser Schulleitungsteam besteht aus sechs Mitgliedern: der

Schulleiterin und ihrem Stellvertreter sowie vier weiteren Personen, die zur

Unterstützung Schulleitungsaufgaben wahrnehmen, deren Zuordnung im Geschäftsverteilungsplan festgelegt ist. Die Schulleiterin trifft wesentliche

Entscheidungen gemeinsam mit ihrem Team; alle Schulleitungsmitglieder

treffen sich mindestens einmal wöchentlich in einer fest terminierten Schulleitungssitzung.

  • Die in einer Klasse unterrichtenden Lehrkräfte verstehen sich ebenfalls als

Team, das fachliche und pädagogische Absprachen trifft, so dass die

Schülerinnen und Schüler mit möglichst einheitlichen Vorgehens- und

Verhaltensweisen sowie Maßnahmen konfrontiert werden. In einer

pädagogischen Konferenz bzw. Klassenkonferenz werden Probleme diskutiert, Lösungswege gemeinsam erarbeitet und über pädagogische Maßnahmen bzw. Ordnungsmaßnahmen entschieden. Beratungs- und Förderplangespräche führt

die Lehrkraft mit dem Ziel, die Stärken der Schüler zu stärken und ihre

Schwächen zu schwächen. Die Lehrerinnen und Lehrer kooperieren eng mit den

Eltern, die sie bei Problemen umgehend informieren, ansonsten stehen sie in

ihren Sprechstunden und darüber hinaus für Beratungen und den Austausch

zwischen Elternhaus und Schule zur Verfügung.

  • Der Teamgedanke wird auch im Jahrgang dadurch gestärkt, dass gemeinsame

Aktivitäten, Aktionen und Projekte geplant und durchgeführt werden. Erstmals wird derzeit in der Jahrgangsstufe 5 ein Teamkonzept erarbeitet. Dieses ist als Diskussionsvorlage fertig gestellt. Sobald sich die Lehrkräfte, die derzeit in der Jahrgangsstufe 5 unseres Gymnasiums unterrichten, auf eine endgültige Fassung geeinigt haben, wird diese dem Kollegium in der nächsten Gesamtkonferenz vorgestellt. Die relativ spontan und ohne feste Verankerung im Schulprogramm durchgeführte „Kennenlernfahrt“ für alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 wurde von den Beteiligten einheitlich als pädagogisch sehr wertvoll bewertet. Das Projekt wurde auf der GK am 05.11.09 vorgestellt und erntete die Zustimmung der großen Mehrheit. Sowohl die Diskussionsvorlage zum Teamkonzept als auch eine Zusammenfassung der Erfahrung während der Kennenlernfahrt sind in einem Ordner zu aktuellen Entwicklungen unseres Schulprogramms nachzulesen.

  • Jede einzelne Klasse versteht sich als eine Einheit, aus der kein Schüler und

keine Schülerin ausgegrenzt bzw. fachlich zurückgelassen wird: Die Gruppen-

bzw. Partnerarbeit dient dazu, dass leistungsschwächere Schülerinnen und

Schüler leistungsschwächeren helfen und sie unterstützen. Die

Klassenratsstunde ist von großer Bedeutung, weil die Schülerinnen und Schüler selbstverantwortlich demokratisches Handeln einüben und Konflikte, die die

Klasse betreffen, gemeinsam lösen lernen.

Um den Schülerinnen und Schülern den Einstieg in das 5. Schuljahr zu

erleichtern, gibt es ein Patenschaftsprogramm mit Schülerinnen und Schülern

der achten und neunten Klassen.

  • Eltern arbeiten kooperativ mit den Lehrkräften zusammen in dem Be-

wusstsein, dass schulische Arbeit nur dann erfolgreich ist, wenn Eltern sie mit

tragen. Die Grundsätze, die dabei eingehalten werden müssen, sind in unserer Erziehungsvereinbarung festgehalten, die von den Sorgeberechtigten bei Eintritt

in die TFS unterschrieben wird, siehe Anlage A.

Elternvertreter nehmen in allen Gremien der Schule teil. Elternbeirats- und Fördervereinsmitglieder entwickeln Schule in ihren Schulprogrammpunkten mit

und unterstützen schulische Arbeit durch personellen Einsatz und finanzielle

Hilfen.

 

 

1.3 Mit Gemeinschaftserlebnissen im kulturellen, sozialen und sportlichen Bereich

gestalten wir eine lebendige Schulgemeinschaft.

Auf besondere, über den Unterricht hinausgehende Aktivitäten und Termine bereiten sich

Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern in speziellen Gremien vor, um die dann

stattfindenden Veranstaltungen in der Regel gemeinsam durchzuführen. Das Gemeinschafts-

und Zusammengehörigkeitsgefühl soll dadurch gefördert sowie die Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler gesteigert werden. Im Miteinander haben die Kinder und

Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Stärken zu entdecken und sich auf diese Weise als aktive, selbstbewusste Mitglieder der Schulgemeinde jenseits des Unterrichts zu erfahren.

Die Gemeinschaftserlebnisse der TFS, die den Teamgeist aller Beteiligten unterstützen,  finden

in den folgenden Veranstaltungen auf kultureller, sozialer und sportlicher Ebene ihren Ausdruck:

  • Einschulungsfeier für die Fünftklässler
  • Seit Schuljahr 2009/10 erstmals durchgeführte gemeinsame Kennenlernfahrt aller Fünftklässler
  • Tag der offenen Tür
  • Gottesdienst der 5. und 6. Klassen
  • Adventskonzert
  • Musik- und Theaterabend
  • Jährliche Veranstaltungen des Vereins der Freunde und Förderer der Theodor-Fliedner-Schule (Ostermarkt, Adventsmarkt/Kulturelle Abende)
  • Schülerfest im Rahmen des „Schulstreichs“
  • Abschlussfest der 9. und 10. Klassen mit Abschlussgottesdienst
  • Projektwoche mit Präsentationstag
  • Bundesjugendspiele
  • Sport- und Spielefest der 5. und 6. Klassen
  • Sportfest in der Schule
  • Teilnahme an Stadtmeisterschaften, z.B. Handball

 

  • Sonstiges:

a)     Präsentationsnachmittag der Hauptschüler nach der Projektprüfung

b)    Projekte, mit denen zahlreiche Feierlichkeiten verbunden sind:

  • Sozialpraktikum in der Altenwohnanlage „Im Wolfsfeld“
  • Sozialpraktikum DRK Bierstadt ab dem Schuljahr 2007/08
  • Äthiopienhilfe und –wette
  • Kunstprojekte im öffentlichen Raum
  • Lesescouts
  • Comeniusprojekt

c)     Theaterprojekt ab 2007/08 in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Wiesbaden mit öffentlicher Aufführung

d)    Schuljubiläen

e)     Zusammenarbeit mit den Partnerschaftsvereinen Bierstadts:

  • Schüleraustausch mit Belgien (Theux)
  • Schüleraustausch mit Finnland (Pori)

 

 

1.4 Wir beziehen außerschulische Kooperationspartner in unsere pädagogische

Arbeit mit ein.

 

Wir erachten es als ausgesprochen wichtig, den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit

zu eröffnen, außerhalb des Lernorts „Theodor-Fliedner-Schule“ Erfahrungen zu sammeln und Begegnungen zu haben, die sie im Prozess ihres Heranwachsens stärken und unterstützen.

  • Wir ermöglichen deshalb ein Lernen außerhalb des Unterrichts, wann immer es sich

anbietet und sinnvoll ist, z.B. in Projektwochen, bei Unterrichtsgängen, auch in

Betriebe und zu Verbänden, mit deren Mitarbeitern wir eng kooperieren.

  • Wir laden außerschulische Personen (z.B. Autoren, Tanz- und Theaterpädagogen

und Berufstätige aus vielen anderen Bereichen) in unsere Schule ein, um Schülerinnen

und Schüler über das unterrichtliche Angebot hinaus pädagogisch zu fördern.

  • Eine enge Kooperation mit dem Ziel der fächerübergreifenden Leseförderung in

allen Altersstufen findet mit der in unserem Haus liegenden Stadtteilbibliothek Wiesbaden-Bierstadt statt.

  • Wir wollen unseren Schülerinnen und Schülern den bestmöglichen Übergang in das

Berufsleben gewähren durch:

Ø     Vorbereitung auf die Betriebspraktika und deren intensive Begleitung, u.a. auch

durch einen Mitarbeiter, den wir aus dem Projekt „Erfahrung hat Zukunft“ für eine                   gewisse Zeit für die Theodor-Fliedner-Schule gewinnen konnten.

Ø     Einbeziehung der Berufs- und Ausbildungsberatung des Arbeitsamtes

Ø     Besuch der Ausbildungsmesse der IHK Wiesbaden

Ø     Intensive, individuelle Betreuung in der Berufsfindungsphase in den höheren                         Klassen.

 

Wir öffnen uns dem Stadtteil Bierstadt und der Stadt Wiesbaden und tragen die Ergebnisse

unserer Arbeit nach außen:

  • Wir wollen interessierten Schülerinnen und Schülern aus der Grundschule die

Entscheidung für unsere Schule erleichtern, indem wir uns in den Bierstadter und

den umliegenden Grundschulen mit unserem Schulprofil und unserem Schulprogramm

vorstellen und individuelle Beratungsgespräche führen. Am jährlich im November

stattfindenden Tag der offenen Tür präsentiert sich die Schule den künftigen Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern.

  • Wir laden die Bürgerinnen und Bürger Wiesbadens zu zahlreichen Veranstaltungen

unserer Schule ein, z.B. zu Projektpräsentationen, Konzerten, Benefizveranstaltungen, Theateraufführungen, Oster- und Adventsmärkten.

 

 

Wir nutzen die umfassenden Möglichkeiten, uns in unserer erziehungspädagogischen Arbeit

unterstützen zu lassen, indem wir auf schulexterne Kooperationspartner zugehen und

diese in unsere schulische Arbeit mit einbeziehen.

  • Wir kooperieren mit dem schulpsychologischen Dienst und dem Jugendamt.
  • Wir kooperieren bei Erziehungsproblematik und Lernhilfebedarf kontinuierlich mit den sonderpädagogischen Beratungs- und Förderzentren der Stadt Wiesbaden.
  • Wir kooperieren sehr eng mit dem Leiter der Schule für Erziehungshilfe am Geisberg,

Herrn Kopplow. Die Kollegin Frau Scheid seiner Schule ist regelmäßig in Einzel- oder Gruppenberatungen an der Theodor-Fliedner-Schule tätig.

 

 

2.  Gesunde und bewegte Schule

 

„Unser Schulalltag ist gesund, bewegt, lebendig, kreativ. Wir wollen fit im Kopf sein und im Unterricht aktiv.“

2.1.            Ziele des „Fit & Gesund“ Konzepts

Mit Beginn des Schuljahres 2006/07 begab sich das Kollegium der Theodor-Fliedner-Schule auf den Weg zur „Gesunden Schule“ durch Einführung einer Pilotklasse unter dem Motto „Fit & Gesund“ und durch die Entwicklung eines entsprechenden Konzepts als Reaktion auf die Veränderungen der Bedingungen heutiger Kindheit und Jugend. Im Schuljahr 2007/08 wurde das Konzept, das inzwischen Bestandteil unseres Schulprogramms ist, auf insgesamt 5 Klassen ausgeweitet. Dieses Konzept setzt sich insbesondere eine gesundheitsbewusste Lebensausrichtung mit einem ganzheitlichen Gesundheitsverständnis im schulischen Lebensraum zum Ziel. Neben den Schwerpunkten „Bewegter Unterricht“ und „Gesunde Ernährung“ bilden Gewalt- und Drogenprävention, Mobilitätserziehung, ökologische Bildung und Arbeitsschutz essentielle Unterrichtsinhalte auf dem Weg zu einer „gesunden Schule“. Wir streben eine sukzessive Zertifizierung aller Bausteine an; im Juli 09 haben wir als Schule bereits das Teilzertifikat „Bewegung“ erworben, was uns im Rahmen eines Sportfestes als Schulgemeinde von unserem Schulamtsdezernenten ehrenvoll mit entsprechender Ansprache überreicht wurde. Das Zertifikat wurde uns verliehen, weil die insbesondere in den 5. und 6. Klassen eingeführten Bewegungs-, Konzentrations- und Entspannungsübungen den Ansprüchen genügen. Im Schuljahr 2009/10 setzen wir uns zum Ziel, das Teilzertifikat „Ernährung“ zu erwerben.

Mit Beginn des Schuljahres 2008/09 wurde unser „Fit & Gesund“ Konzept mit Minimalzielen in allen Klassen umgesetzt, evaluiert und kontinuierlich weiterentwickelt.

Folgende Rahmenbedingungen sollen nach Möglichkeit mitbedacht werden:           

Ø  Die Klassenräume aller Klassen einer Jahrgangsstufe liegen räumlich nah beieinander.

Ø  Es werden Jahrgangsteams eingerichtet.

Ø  Es steht jedem Jahrgang und den Lehrerteams nach Möglichkeit ein zusätzlicher Raum zur Verfügung, der für Ruhe, Gymnastik, Gruppen- oder auch Freiarbeit genutzt werden kann.

Ø  Die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer hält unter Berücksichtigung der Fächerkombination möglichst viele Stunden in der eigenen Klasse.

Ø  Regelmäßig stattfindende Teamsitzungen werden bei der Stundenplangestaltung berücksichtigt. Sie sollen sowohl den Austausch als auch Absprachen bezüglich der fachlichen und sozialen Zielsetzungen des Unterrichts garantieren.

Ø  Fächerübergreifende Unterrichtsprojekte, wie zum Beispiel Ernährungs- und Bewegungspläne, gehören genauso zum Konzept der „Fit & Gesund“ Klassen wie Unterrichtsgänge, die die Schule öffnen, indem der Lernort nach außen verlegt wird, wobei für ein gesundes Lernklima Sorge getragen wird. Hierzu gehören z.B. Projekte wie „Kletterpark Neroberg“, „Sportnacht“ in den Hallen der TFS oder gemeinsames Zelten. Auch die mehrtägigen Unterrichtsgänge (Klassenfahrten) der „Fit & Gesund“ Klassen entsprechen inhaltlich dem „Fit & Gesund“ Konzept und berücksichtigen diese Aspekte.

Grundlegend ist bei allen Aspekten die Einbeziehung der Familie, mit deren Unterstützung die Alltagsumsetzung schulischer Inhalte erst nachhaltig realisiert werden kann.

 

Baustein Bewegung

  • Von 2006 – 2008 haben mehrere schulinterne Fortbildungen an der Theodor-Fliedner-Schule stattgefunden, in deren Verlauf eindrucksvoll vorgeführt wurde, mit welch kleinen Mitteln und welch geringem Aufwand es gelingen kann, Unterricht so „bewegt“ zu gestalten, dass dadurch die Basis für die Schülerinnen und Schüler geschaffen wird, sich über einen längeren Zeitraum hinweg auf die Unterrichtsinhalte konzentrieren zu können.
  • Inzwischen haben wir das Teilzertifikat „Bewegung“ erworben und sind damit unserem Ziel auf dem Weg zu einer gesunden Schule näher gekommen.
  • Der Sportunterricht der Theodor-Fliedner-Schule ist dreistündig.
  • Die Klassen der 5. und 6. Jahrgangsstufe verfügen über Pausenkisten mit bewegungsfördernden Spiel- und Sportgeräten, wie Springseilen, Jakarta, Softbällen u.ä.
  • Für jede Klasse der TFS sind die Turnhallen ca. zwei Wochen pro Halbjahr in der zweiten großen Pause für Pausensport geöffnet.
  • Tägliche Sport- und Bewegungsprogramme sowie Entspannungsübungen sind mit dem Ziel, die kognitiven Belastungen auszugleichen, in den Unterricht integriert.
  • Im Unterricht aller Fächer werden lebendige und bewegte Unterrichtsmethoden angewandt.
  • Ein Materialordner mit ausgearbeiteten Unterrichtsmaterialien zu den Themen Bewegungspausen, Entspannungs- und Konzentrationsübungen, sowie Unterrichtsbeispielen für den „bewegten Unterricht“, steht zur Verfügung.
  • In jeder Klasse werden Unterrichtsrituale, Begrüßungs- und Verabschiedungsrituale erarbeitet. Das Klassenteam und/oder die jeweilige Klasse entscheiden sich für jeweils eines der Rituale. Alle Lehrer einer Klasse verpflichten sich dazu, diese Rituale in jeder ersten und letzten Unterrichtsstunde durchzuführen. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Schüler und auch der Lehrer gerecht zu werden, werden Rituale angeboten, die entspannend wirken oder Bewegung beinhalten, die im Sitzen oder Stehen durchgeführt werden können.
  • Die Schülerinnen und Schüler erfahren den Zusammenhang zwischen ihrem Essverhalten und dem Leistungsvermögen.
  • In den Jahrgangsstufen 5 und 6 wird eine Frühstückspause in den Unterricht integriert.
  • Um bewusstes Trinkverhalten zu fördern und zu ermöglichen, ist es den Schüler/innen erlaubt im Unterricht zu trinken. In den Klassenräumen der fünften Klassen steht Mineralwasser zur Verfügung.
  • Das Frühstücksangebot des Kiosk der TFS genügt den Anforderungen des Erlasses „Ernährungsangebote an hessischen Schulen“ (VIIA2-664/552-40 (AB 12/96) voll. Neben frischen Brötchen (Dinkel, Mehrkorn) gibt es Obst und Getränke (Mineralwasser und Apfelschorle).
  • Das Mittagessensangebot geht auf die spezifischen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen ein. Der Caterer des Mittagessens ist bio-zertifiziert.

Baustein Ernährung

Baustein Gewaltprävention

Schülerinnen und Schüler der TFS wurden als Streitschlichter ausgebildet und  stehen in jeder Pause allen Schülerinnen und Schülern in dieser Funktion in einem eigenen Raum zur Verfügung.

Anmerkungen zur Weiterentwicklung unseres „Fit & Gesund“ Konzepts

Für die Weiterentwicklung und Fortschreibung des „Fit & Gesund“ Konzeptes zeigen sich die Mitglieder der Konzeptgruppe „Fit & Gesund“, federführend Frau Müller-Ribaric, und die Schulleitung verantwortlich.

1        Baustein Bewegung

Für die Evaluation zeigen sich Herr Koch, Frau Haberlandt und Frau Müller-Ribabric verantwortlich.

2        Baustein Ernährung

Auf dem Weg zur „Gesunden Schule“ setzen wir uns für das Schuljahr 2009/10 das Ziel, das  Teilzertifikat „Ernährung“ zu erwerben. Um dies zu erreichen, sind folgende Schritte geplant.

·      Methodentag „Gesunde Ernährung“

Durchführung in der ersten Schulwoche der fünften Klassen.

Gesundes Frühstück (Lebensmittel besorgen die Lehrer), Erstellen der Ernährungspyramide.

·      Elternarbeit

Information zum gesunden Pausenbrot am ersten Elternabend der Klassen fünf.

·      Projekte zum Thema „Gesunde Schule“

Besichtigung eines Bio – Betriebes.

Bio – Food Projekt für die Klassen eines ausgewählten Jahrgangs.

Projektwoche für die ganze Schule mit dem Thema: „Fit und gesund durch Bewegung und             richtige Ernährung.“

Für die Realisierung dieser Teilziele zeigen sich Frau Bayer und Frau Pflume verantwortlich.

Baustein Lehrerinnen- und Lehrergesundheit

Am pädagogischen Tag im Februar 2009 beschäftigte sich das Kollegium mit dem Thema „Lehrerinnen- und Lehrergesundheit“. Daraus resultierten bislang ein Arbeitsplatz für Kolleginnen und Kollegen, ein strukturierteres Lehrerzimmer und es eine neu konstituierte Steuergruppe.

Eine Evaluation steht noch aus.

Baustein Gewaltprävention

Um diesen Baustein zu realisieren, beschäftigt sich eine Konzeptgruppe mit dem von der IGS-Kastellstraße vorgestellten Modell  „Mediator“. Die Gruppe erarbeitet in wie weit dieses Modell auf unsere Schule anzuwenden ist.

Die Streitschlichter werden evaluiert und ein Gewaltprävention-Konzept wird entwickelt.

Für die Realisierung zeigen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe verantwortlich.

Verbindliche Fortbildungen des  Kollegiums

Neue Kolleginnen und Kollegen werden verpflichtet, innerhalb ihres ersten Unterrichtsjahres an der TFS eine Schulung zum Thema „Bewegter Unterricht“ durchzuführen, sofern sie       diesbezüglich noch keine Qualifikationen vorweisen können.

Für die Durchführung zeigen sich Frau Haberlandt und Herr Koch verantwortlich.

Materielle Ausstattung

Es werden Mittel für CD-Spieler, Pausenkisten, Gymnastikmatten, ergonomische  Arbeitsmöbel             zurVerfügung gestellt. Die Schulleiterin Frau Petersen wird sich für finanzielle Unterstützung             einsetzen.  Zusätzlich ist noch folgende Maßnahme erforderlich:

Umgestaltung des Schulhofes.

Mit Geldern, die unter anderem durch einen Sponsorenlauf der Schülerinnen und Schüler erworben wurden, soll der Schulhof in den nächsten Jahren nach den Richtlinien für eine „gesunde Schule“ umgestaltet werden. Die Schulleiterin hat es erreicht, dass Studenten der FH Geisenheim mit ihrem Professor Anfang Oktober 09 zu einem Treffen mit Schülerinnen und Lehrkräften in die TFS kamen. Sie erarbeiten bis Ende des Semesters einen Grundplan für die Umgestaltung, sodass suksessive mit der Neugestaltung einzelner Bereiche des Schulhofes begonnen werden kann.

 

 

2.2.´Wesentliche Ergebnisse bisheriger Evaluationen in Kurzfassung

Die meisten Kinder haben sich vor Unterrichtsbeginn bewegt, sodass eine kurze Morgen-gymnastik nicht in jedem Fall sinnvoll ist, wesentlich effektiver ist oftmals ein Bewegungsprogramm zwischen der 3. und 4. Stunde oder nach Bedarf einzelner Kinder. Die Bewegungspause muss nach klar festgelegten Regeln verlaufen. Diese Bewegungen dürfen auf keinen Fall von Schülern angeleitet sein, denn dies führt immer zu Disziplinlosigkeit. Viele Schülerinnen und Schüler zeigen bereits am frühen Morgen ein unkonzentriertes Verhalten. Inzwischen sind CD-Player für jeden Klassenraum angeschafft und es hat sich in vielen Klassen bewährt, vor Stundenbeginn oder gegen Ende der Schulzeit Entspannungsübungen nach vorgegebener Musik zu machen.

Wichtig ist auch, dass alle den Unterricht gemeinsam beginnen und gemeinsam beenden. So wurde am Pädagogischen Tag verabredet, dass jeder Lehrer und jede Lehrerin mit den Lernenden ein bestimmtes Begrüßungs- und Verabschiedungsritual einführt.

Übungen im Klassenraum bewähren sich bei den meisten Lehrkräften eher als solche, die außerhalb durchgeführt werden, weil dies für die Lehrerinnen und Lehrer einen Kontrollverlust bedeuten kann. Das Konzept muss dringend von allen in der Klasse unterrichtenden Lehrkräften getragen werden, was bedeutet, dass der Teamgedanke noch mehr geschärft werden muss. Die von unserem Diplomsportlehrer entwickelten Bewegungskarten sind sehr gut individuell einsetzbar, sie müssen aber von allen Lehrkräften auch akzeptiert werden. Häufig ist das Durchführen der Bewegungsübungen im Treppenhaus oder auf dem Schulhof mit Lärm verbunden. Es muss darauf hingearbeitet werden, dass die Schülerinnen und Schüler insgesamt in ihrem Verhalten Lärm vermeiden.

Es hat sich gezeigt, dass Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 dann ein Problem haben, die Ernsthaftig- und Nachhaltigkeit von Bewegungs- und Entspannungs-übungen zu sehen, wenn diese nicht vorab theoretisch thematisiert werden. Das Konzept muss diesbezüglich sowohl auf der theoretischen als auch entsprechend praktisch umsetzbaren Ebene fundiert weiterentwickelt werden.

 

Es ist im Schulgebäude tabu, dass die Schülerinnen und Schüler z.B. Chips essen oder Cola trinken. Jede Lehrkraft muss sich verpflichtet fühlen, bei Bedarf ein entsprechendes Gespräch mit den Schülern zu führen. Das städtische Schulamt hat aus einem Finanztopf über „Patenschaften“ eine Summe von ca. 10.000 € zur Verfügung gestellt, sodass wir in der Lage sind, allen Klassen in regelmäßigen Abständen ein gesundes Frühstück anzubieten. Eine Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler in Hinblick auf das genaue Studieren dessen, was auf Verpackungen von Lebensmitteln und Getränken verschriftlicht ist, scheint enorm wichtig.

 

In Kürze muss eine sorgfältige Evaluation durchgeführt werden der bisherigen Praxis, alle Schülerinnen und Schüler nach dem „Fit und gesund“- Konzept zu unterrichten. Es werden derzeit Stimmen von Lehrkräften laut, die dieses in Einzelklassen nicht bevorzugen. Vor- und Nachteile müssen sorgfältig überprüft werden.

3. Berufs- und Studienorientierung im Haupt- und Realschulzweig

(dieses Konzept besitzt Gültigkeit für die noch bestehenden Haupt- und Realschulklassen)

 

Berufsvorbereitungskonzept an der Theodor-Fliedner-Schule

im Bereich Fordern und Fördern

Entsprechend des Beschlusses der Gesamtkonferenz im Jahr 2002 wird der Bereich der Berufsvorbereitung im Haupt- und Realschulzweig mit der Funktion der Klassenlehrerin /des Klassenlehrers verbunden. Dieses bedeutet auch, dass die Klassenlehrerin/ der Klassenlehrer die

Eltern frühzeitig in den Berufswahlprozess der Schülerin / des Schülers mit einbezieht und sie

auf ihre Verantwortung hinweist.

Im Gymnasialzweig deckt der Politik- und Wirtschaftsunterricht in Kooperation mit der Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer und der Deutschlehrerin/dem Deutschlehrer diesen Bereich

mit Beginn der Jahrgangsstufe 8 ab.

Umsetzung des Klassenlehrerkonzeptes

In der Hauptschule wird 1 von 3 Arbeitslehrestunden in den Jahrgangsstufen 7,8 und 9 als Berufsvorbereitungsunterricht von der Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer  übernommen. Dieser

stimmt die Themenfolge und die Inhalte des Lehrplanes eng mit der Lehrkraft des Faches

Arbeitslehre ab. In der Hauptschule werden 2 Betriebspraktika durchgeführt, ein dreiwöchiges

in der Jahrgangsstufe 8, ein zweiwöchiges in der Jahrgangsstufe 9. Die Betriebspraktika werden

von der Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer vorbereitet, betreut und ausgewertet.

 

In der Realschule übernimmt die Klassenlehrkraft den Arbeitslehreunterricht und die

Stundenzuweisung in den Klassen wurde durch Konferenzbeschluss verändert. Die

Gesamtstundenzahl für die Jahrgangsstufen 8-10 bleibt mit 4 Stunden erhalten. Es wurde

jedoch 1 Stunde aus der Jahrgangsstufe 8 in die Jahrgangsstufe 10 verschoben. Daraus ergibt sich folgende Verteilung: 8. Schuljahr – 1 Stunde AL; 9. Schuljahr – 2 Stunden AL; 10.

Schuljahr – 1 Stunde AL.

Das bedeutet auch, dass in der Theodor-Fliedner-Schule in der Jahrgangsstufe 10 eine

Arbeitslehrenote erteilt wird.

Die Schülerinnen/Schüler führen in der Jahrgangsstufe 9 ein Betriebspraktikum durch,

das von der Klassenlehrerin/dem Klassenlehrer vorbereitet, betreut und ausgewertet wird.

Die Verteilung der Lehrplaninhalte im Haupt- und Realschulzweig wurden von einer

schulinternen Arbeitsgruppe  für die einzelnen Jahrgangsstufen festgelegt und sind entsprechend

dem schulinternen Lehrplan verpflichtend.